Bitte mach mich kaputt!
Montag, 28. April 2014
Samstag, 26. April 2014
#13
"Im Leben kann einer der härtesten Rückschläge sein, dass man, wenn man mit jemandem, mit dem man sehr viel Zeit verbracht hat und von dem man geglaubt hat, dass er einem was bedeutet. Das, wenn irgendwann der Moment kommt, wo es drauf ankommt und sagt: Hey, hier bin ich. Jetzt ist es, jetzt geht es mir nicht so gut. Hier bin ich und dann... Ist er nicht mehr da und man hat immer geglaubt, dass man vielleicht für den Anderen etwas Besonderes ist und irgendwann merkt man: Okay, vielleicht war das nur die Hoffnung und vielleicht war das nur der Wunsch, dass man dem Anderen so viel bedeutet. Und dann merkt man, dass das nicht so ist und dann tut es vielleicht sehr, sehr weh. Wie soll ein Mensch das ertragen?"
Ich liebe Philipp Poisel, er hat so Recht. Ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt fühle. Und das ist eigentlich durchgehend der Fall, wenn ich nicht vergeben bin. Ich schreibe jetzt gerade mal seit drei Monaten mit Max und trotzdem ist er mir schon näher, als einige Menschen, die ich seit Jahren kenne. Bei ihm passt eigentlich alles, bis auf der Wohnort, der mal wieder zu weit weg ist. Außerdem haben wir uns bisher noch nicht getroffen. Ich bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, dass wir uns verstehen werden. Das Einzige, was ich nicht weiß, ist: Was denkt er von mir? Denkt er auch so oft an mich? Denkt er auch über das bevorstehende Treffen mit mir nach? Bereut er es mich vor 3 Monaten angeschrieben zu haben? Und wie ernst meint er es, wenn er eine Gutenacht-Nachricht mit Herz schreibt?
Es ist 03:16 und wieder kann ich nicht schlafen. Er hat sich vorhin verschiedet.
Ich liebe Philipp Poisel, er hat so Recht. Ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt fühle. Und das ist eigentlich durchgehend der Fall, wenn ich nicht vergeben bin. Ich schreibe jetzt gerade mal seit drei Monaten mit Max und trotzdem ist er mir schon näher, als einige Menschen, die ich seit Jahren kenne. Bei ihm passt eigentlich alles, bis auf der Wohnort, der mal wieder zu weit weg ist. Außerdem haben wir uns bisher noch nicht getroffen. Ich bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, dass wir uns verstehen werden. Das Einzige, was ich nicht weiß, ist: Was denkt er von mir? Denkt er auch so oft an mich? Denkt er auch über das bevorstehende Treffen mit mir nach? Bereut er es mich vor 3 Monaten angeschrieben zu haben? Und wie ernst meint er es, wenn er eine Gutenacht-Nachricht mit Herz schreibt?
Es ist 03:16 und wieder kann ich nicht schlafen. Er hat sich vorhin verschiedet.
Sonntag, 20. April 2014
#12
When I think back on these times and the dreams we left behind,
I'll be glad cause I was blessed to get to have you in my life.
When I look back on these days,
I look and see your face
You were right there for me
In my dreams I'll always see your soar about the sky
In my heart there'll always be a place for you, for all my life!
I'll keep a part of you with me
And everywhere I am, there'll you be
Opa!
Gestern, Ostersamstag, vor genau 7 Jahren bist du um 12:37 von Oma im Bett gefunden worden. Du hast dich kaum bewegt und Oma nicht geantwortet. Oma hat Mama gerufen und sie haben direkt den Krankenwagen geholt. Und das alles während ich mit meinen 11 Jahren oben in meinem Zimmer saß, laut Musik hörte und Mandalas malte. Ich war so glücklich, weil der Osterhase auf mich wartete. Mama kam in mein Zimmer, sagte mir, ich solle die Musik leiser machen und hat mir gesagt, dass du jetzt mit dem Krankenwagen abgeholt werden würdest. Ich machte die Musik aus und rannte so schnell es ging barfuß aus dem Haus. Ich ging in Omas und deine Wohnung, ich wollte dich sehen. Doch Mama wollte mich nicht ins Schlafzimmer lassen. Ich stand in der Küche, als der Krankenwagen kam. Die Männer rannten an mir vorbei ins Schlafzimmer und trugen dich dann an mir vorbei. Du sahst mich an und lächeltest. Du sagtest mir, wir sehen uns nachher. Ich fuhr die folgenden Tage öfters zu dir ins Krankenhaus. Als du Wochen danach in die Kur kamst, die weiter entfernt war, war ich dich noch einmal besuchen. Mama schob dich im Rollstuhl und ich lief neben dir her und hielt deine Hand. Du sahst so dürr aus, so kannte ich dich nicht. Als ich zu Hause war, habe ich den ganzen Abend geweint. ABer ich wusste, dass du bald nach Hause kommst. Einige Wochen später kam der Anruf "Er wird in den nächsten 24 Stunden sterben". Wegen einer Lungenentzündung, die dazu gekommen ist. Ich habe es nicht geschafft, ins Krankenhaus zu fahren. Ich saß am nächsten Abend mit Mama auf dem Sofa und habe fern gesehen. Sie hat alles getan, um mich abzulenken. Papa kam nach Hause und blickte nur zum Boden. Da wusste ich: Du bist nun an einem besserem Ort! Du musst nicht mehr leiden. Damals habe ich nur geweint, wochenlang. Du warst der Mensch, der mir alles beigebracht hat, der mir täglich zugehört hat. Ich konnte dir erzählen, was ich den Tag gemacht habe. Auch wenn es noch so langweilig war, du hast zugehört! Niemand hat daran gedacht. Allen wurde erzählt, dass du kein Herz hast, dass du keinen Besuch magst. Aber wenn ich nach der Schule zu dir kam, hattest du jedes Mal schon Plätzchen und Eistee bereit liegen gehabt, für mich!
Opa, ich vermisse und liebe dich über alles! Ich werde dich nie vergessen. In my heart, there'll always be a place for you, for all my life!
I'll be glad cause I was blessed to get to have you in my life.
When I look back on these days,
I look and see your face
You were right there for me
In my dreams I'll always see your soar about the sky
In my heart there'll always be a place for you, for all my life!
I'll keep a part of you with me
And everywhere I am, there'll you be
Opa!
Gestern, Ostersamstag, vor genau 7 Jahren bist du um 12:37 von Oma im Bett gefunden worden. Du hast dich kaum bewegt und Oma nicht geantwortet. Oma hat Mama gerufen und sie haben direkt den Krankenwagen geholt. Und das alles während ich mit meinen 11 Jahren oben in meinem Zimmer saß, laut Musik hörte und Mandalas malte. Ich war so glücklich, weil der Osterhase auf mich wartete. Mama kam in mein Zimmer, sagte mir, ich solle die Musik leiser machen und hat mir gesagt, dass du jetzt mit dem Krankenwagen abgeholt werden würdest. Ich machte die Musik aus und rannte so schnell es ging barfuß aus dem Haus. Ich ging in Omas und deine Wohnung, ich wollte dich sehen. Doch Mama wollte mich nicht ins Schlafzimmer lassen. Ich stand in der Küche, als der Krankenwagen kam. Die Männer rannten an mir vorbei ins Schlafzimmer und trugen dich dann an mir vorbei. Du sahst mich an und lächeltest. Du sagtest mir, wir sehen uns nachher. Ich fuhr die folgenden Tage öfters zu dir ins Krankenhaus. Als du Wochen danach in die Kur kamst, die weiter entfernt war, war ich dich noch einmal besuchen. Mama schob dich im Rollstuhl und ich lief neben dir her und hielt deine Hand. Du sahst so dürr aus, so kannte ich dich nicht. Als ich zu Hause war, habe ich den ganzen Abend geweint. ABer ich wusste, dass du bald nach Hause kommst. Einige Wochen später kam der Anruf "Er wird in den nächsten 24 Stunden sterben". Wegen einer Lungenentzündung, die dazu gekommen ist. Ich habe es nicht geschafft, ins Krankenhaus zu fahren. Ich saß am nächsten Abend mit Mama auf dem Sofa und habe fern gesehen. Sie hat alles getan, um mich abzulenken. Papa kam nach Hause und blickte nur zum Boden. Da wusste ich: Du bist nun an einem besserem Ort! Du musst nicht mehr leiden. Damals habe ich nur geweint, wochenlang. Du warst der Mensch, der mir alles beigebracht hat, der mir täglich zugehört hat. Ich konnte dir erzählen, was ich den Tag gemacht habe. Auch wenn es noch so langweilig war, du hast zugehört! Niemand hat daran gedacht. Allen wurde erzählt, dass du kein Herz hast, dass du keinen Besuch magst. Aber wenn ich nach der Schule zu dir kam, hattest du jedes Mal schon Plätzchen und Eistee bereit liegen gehabt, für mich!
Opa, ich vermisse und liebe dich über alles! Ich werde dich nie vergessen. In my heart, there'll always be a place for you, for all my life!
Montag, 7. April 2014
#11
Heute habe ich die Bioklausur nachgeschrieben. Somit habe ich jetzt alle Vorklausuren hinter mir. In einem Monat sind die Abschlussprüfungen, an denen ich aber nur teilnehmen darf, wenn ich nur zwei Fünfen in den Vornoten habe. Ich weiß, das hört sich an, als wär ich ein absoluter Loser . Aber ja, das bin ich auch! Ich habe so schlechte Noten, eigentlich hätte ich es gar nicht verdient, zu den Prüfungen zugelassen zu werden, diese Schule mit einem Fachabi zu verlassen. Ich habe eigentlich gar nichts verdient. Ein Mädchen mit so wenig Motivation, mit so viel Dummheit hat es einfach nicht verdient. Aber wenn ich das schaffe, dann bin ich trotzdem glücklich und mach den ganzen Sommer lang Party.
Sonntag, 6. April 2014
#10
"Wenn ich dich küssen würde, wärst du glücklich? Sei einfach nur ehrlich, nimm keine Rücksicht.
Würdest du meine Hand nehmen, mich langsam an dich ranziehen und mich dabei ansehen?"
Wieso passiert mir das jedes Mal? Jedes verdammte Mal. Immer wenn ich über einen längeren Zeitraum mit einem Jungen schreibe, bekomme ich so ein schönes Gefühl. Liebe kann man das nicht nennen, nein. Aber ich fühle mich geborgen, gemocht, besonders. Im Moment ist es Max. Und wie soll es anders sein? Er wohnt natürlich in der Nähe von Berlin. Und ich möchte mich gar nicht verlieben, aber sein Charakter ist einfach der Wahnsinn! Er schreibt mir, dass ich gar nicht so hässlich und fett bin, wie ich immer sage. Und dass ich hübsch bin!! Aber er übertreibt es einfach nicht mit Komplimenten. Wir reden über unseren Alltag, er schreibt mir jeden Abend eine Gute-Nacht- Nachricht und in den Sommerferien sehen wir uns mit mehreren. Und weil ich in letzter Zeit sowieso so depressiv bin, steigere ich mich gerade wahrscheinlich wieder in die Gefühle rein. Das ist so ein Schwachsinn!
Ich habe noch eine Woche Schule auszuhalten, dann sind Ferien! in denen ich lernen, lernen und lernen darf. Ich hoffe einfach, dass ich das Fachabi packe - egal mit welchen Noten!
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