Samstag, 26. April 2014

#13

"Im Leben kann einer der härtesten Rückschläge sein, dass man, wenn man mit jemandem, mit dem man sehr viel Zeit verbracht hat und von dem man geglaubt hat, dass er einem was bedeutet. Das, wenn irgendwann der Moment kommt, wo es drauf ankommt und sagt: Hey, hier bin ich. Jetzt ist es, jetzt geht es mir nicht so gut. Hier bin ich und dann... Ist er nicht mehr da und man hat immer geglaubt, dass man vielleicht für den Anderen etwas Besonderes ist und irgendwann merkt man: Okay, vielleicht war das nur die Hoffnung und vielleicht war das nur der Wunsch, dass man dem Anderen so viel bedeutet. Und dann merkt man, dass das nicht so ist und dann tut es vielleicht sehr, sehr weh. Wie soll ein Mensch das ertragen?"


Ich liebe Philipp Poisel, er hat so Recht. Ich weiß nicht mehr, was ich überhaupt fühle. Und das ist eigentlich durchgehend der Fall, wenn ich nicht vergeben bin. Ich schreibe jetzt gerade mal seit drei Monaten mit Max und trotzdem ist er mir schon näher, als einige Menschen, die ich seit Jahren kenne. Bei ihm passt eigentlich alles, bis auf der Wohnort, der mal wieder zu weit weg ist. Außerdem haben wir uns bisher noch nicht getroffen. Ich bin mir aber trotzdem ziemlich sicher, dass wir uns verstehen werden. Das Einzige, was ich nicht weiß, ist: Was denkt er von mir? Denkt er auch so oft an mich? Denkt er auch über das bevorstehende Treffen mit mir nach? Bereut er es mich vor 3 Monaten angeschrieben zu haben? Und wie ernst meint er es, wenn er eine Gutenacht-Nachricht mit Herz schreibt?

Es ist 03:16 und wieder kann ich nicht schlafen. Er hat sich vorhin verschiedet. 

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